Jasmin Christina Bühler: Was wir wirklich haben wollen, haben wir. Was wir nicht haben, wollen wir nicht.

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Der Vogel im viel zu engen Käfig hat sich befreit. Flügelschlag für Flügelschlag kommt er mehr zu sich.

Phase 1: Kindheit. Behütet in der Großfamilie. Schulzeit. Verhasstes Studium. Erste Erkenntnis. Ich kann mich durchgebissen. Dran bleiben. Wachstum & Entwicklung sind das Ergebnis schwerer Zeiten.

Phase 2: Job, Hochzeit, Haus, Kind, Familie. Frühzeitige Beförderung, Arbeitseinsatz satt. Reich im Außen. Leer und arm im Innen. Bleibt die Frage. Wessen Leben lebe ich wirklich?

Phase 3: Was soll auf meinem Grabstein stehen? Was werden die Menschen über mich sagen? Verrückt. Durchgeknallt. Sie tat was sie wollte. Na dann los. Es gibt keine Zeit zu verlieren. Es waren schon 35 Jahre vergangen.

Phase 4: Loslassen. Vertrauen. Mutig sein. Selbstvertrauen haben und selbstbestimmt weitergehen. Ängste überwinden. Ich werde belohnt. Fühle mich unterstützt und vom Universum getragen. Das Leben liebt mich und ich liebe das Leben. Mehr und mehr Synchronizitäten weisen mir den Weg. Signalisieren mir, ich bin richtig. Hier bin ich richtig. Hier gehöre ich hin. Das war nicht immer so. Das war harte Arbeit. Arbeit an mir. Blick in den Spiegel. Ehrlichkeit. Offenheit. Viel Schmerz. Viel Angst. Doch der Wille zur Veränderung war größer. Es gibt nichts zu verlieren. Wenn du in einem Gefängnis sitzt, macht dich der Ausbruch lebendig. Kann dich nach vorne bringen. Sowieso. Es geht immer nach vorne. Es gibt keine Rückschritte. Auch nicht als ich noch einmal für kurze Zeit ins alte Leben zurück gehe. Ich habe viele Menschen hinter mir gelassen, viele Verbindungen abgebrochen. Unmut erzeugt. Unverständnis geerntet. Scherben hinterlassen. Egoistisch? Egozentrisch? Selbstzentriert? Lebensnotwendig. Loyal mir selbst gegenüber. Endlich.

Phase 5: Rückzug. Neuorientierung. Experimentieren. Unendliche Rastlosigkeit und unendliche Ruhe. Nähe, Tiefe und Einsamkeit. Zurückgeworfen werden auf mich. Verbunden sein mit mir. Balance finden. Schritt für Schritt ankommen. Meinen Raum und meinen Platz einnehmen. Ganz. Entdecken wer ich wirklich bin. Mein Leben leben. Mehr und Mehr.

Mein eigener Weg in ein bewusstes und selbstbestimmtes Leben kam aus mir heraus. Früher habe ich bewundert, wenn Menschen aus bildungsfernen Elternhäusern für ihre Bildung gekämpft haben. Daran war mir nichts gelegen. Das hätte ich ohne Druck von außen, nicht so zielgerichtet verfolgt. Meinen Weg in die Freiheit schon. Der ist mir wichtig. Dafür gehe ich. Dafür mache ich mich stark. Ich habe verstanden. Was wir wirklich wollen, haben wir oder setzen alle Hebel in Bewegung, um es zu bekommen. Was wir nicht haben, wollen wir nicht. All meine Erfahrungen möchte ich teilen. Ich bin diesen Weg nicht nur für mich alleine gegangen. Mein Herz sagt mir, das geht viele Menschen etwas an. Von Unbewusstheit zu Bewusstheit. Von Unwissenheit zu Wissen. Vom Kopfmenschen ins Herz, in deinen Körper. Ganzheitlich. Sehend. Fühlend. Liebend. Frei. Gütig. Friedlich. Lebendig. Dankbar. Wild & Konsequent. Bist du bereit?